wunderbare drei Monate





Als ich am Wochenende die Gelegenheit hatte, die Ergebnisse meiner Arbeit der letzten drei Monate zum ersten Mal zu präsentieren, waren die Reaktionen sehr unterschiedlich. 
Einige Besucherinnen gaben tolles Feedback und wussten die Arbeit, die in den Werkstücken steckt aus eigener Erfahrung zu schätzen. Andererseits war es vielen Gesichtern sogar ohne Worte anzusehen, dass "Handarbeit" und "Patchwork" nur eine Erinnerung an die eigene Schulzeit und an ältere Generationen bedeutet. Und oft keine gute....

"Also dafür hätte ich nicht die Geduld!"....hab ich gehört, als ob die Zeit, die in diesen Stücken gespeichert ist, verloren wäre.
(Ich hätte fragen sollen, wofür sie denn Geduld hätten...)



Ich weiß, dass mir die Arbeit mit Formen und Farben gut tut. Aber zeichnen und malen allein ist mir nicht genug. Ich brauche auch die Berührung. Ich mische die optischen und haptischen Qualitäten der verschiedenen Stoffe. Die Quiltlinien, die die Muster noch verändern, betonen, überdecken, stören können, sind mir fast am wichtigsten. Denn dieser Prozess beginnt erst, wenn das genähte Top vor mir liegt und dauert am längsten. Jede einzelne Quiltlinie, die Farbe, die Lage, der Schwung oder die Geometrie entsteht aus dem Moment heraus.

Ja, das Quilten mit der Hand dauert seine Zeit. Aber sie ist nicht verloren.
Jeder einzelne Stich ist ein Gedanke, der zur Ruhe kommt.



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Kommentare

  1. Nähzeit ist nie Zeit die man verlohren hat! Deine Sachen sind sehr schön, und so fröhlich sommerlich. Da möchte man sich direkt mit einem Buch dazulegen und etwas abschalten.
    LG Jennifer

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