was ich sehe - Das ewige Leben

In unserer Stadt gibt es ein Sommerkino.
Auf einer Wiese zwischen dem alten Kesselhaus der Tabakfabrik und der nüchternen Architektur der Donauuniversität wird ein gemischtes Programm aus dem besten der vergangenen Saison und Neuerscheinungen gezeigt. Da übers Jahr im Programmkino im Saal die Filme jeweils nur eine Woche laufen, passiert es leicht einmal, einen guten Film zu verpassen.

Zum Glück sind aber einige davon immer Fixstarter fürs Sommerkino.

So auch Das ewige Leben nach dem gleichnamigen Roman von Wolf Haas mit dem unglaublichen Josef Hader. Sämtliche Hauptfiguren waren erstklassig besetzt, bis hin zum Kater, gespielt von Erika, der eine nicht unwesentliche Rolle im Film spielt.

Schauplatz war diesmal Graz. Der Film ist jetzt nicht, was sich die Tourismuswerbung wünschen würde, aber gerade das Finale am Schlossberg lieferte einen wunderbaren Ausblick zum Kunsthaus (ich hatte das abendliche Glitzern der Multimedia-fassade vorher noch nie gesehen) bis hin zum Bahnhof und dem Hotel Daniel gleich daneben.

Die Geschichte ist natürlich an sich nicht komisch, aber der absurde Plot von Wolf Haas, zusammen mit der Genialität der Umsetzung, ließ doch etliche Lacher im Publikum erschallen, uns inbegriffen.
Wie immer ging beim Brenner alles schief, was nur schief laufen konnte. Aber wie ein Stehaufmännchen bleibt er am Schluss immer über.



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