Waldwerkstätte 2015


Am Freitag war ich eingeladen, zu einem Überraschungsessen am Ende der Welt.


Das Konzept FELDKÜCHE von ein paar Vorarlberger Jungs geht nämlich heuer in eine weitere Saison.

An einer langen, liebevoll geschmückten Tafel aus Vorarlberger Holztischen finden etwa 30 Personen Platz und erleben zusammen einen richtig gemütlichen Abend.

Es war mein erstes Mal, aber Erzählungen vom Vorjahr haben mich seeeehr neugierig gemacht.


Heuer nennt sich das Thema "Waldwerkstätte" und findet in Walstern am Hubertussee statt, am Gelände einer riesigen Jagdvilla der österreichischen Bundesforste.

Nach der Ankunft und einem Schluck Suppe als Aperitif gingen wir mit dem Förster eine kleine Runde durch den angrenzenden Wald, lernten Bäume und Stauden kennen und erfuhren Wissenswertes über Jagd und Hege.



Die junge Vorarlbergerin Milena Broger kam gerade von einem dreimonatigen Aufenthalt in Japan zurück und kombinierte Fisch, Reh und Mufflon mit asiatischen Mitbringseln und Zutaten aus dem Bregenzerwald.

Als Vorspeisen gab es Reinanke, kalt gegart, mit frittiertem Salbei und Suppe vom Mufflon mit Zucchini und Zitrone.

Vom Vortag, die Idee des Abends war ein ganzes Reh komplett zu verwerten, war ein Stück Rehrücken übergeblieben.


Wir bekamen ihn in hauchdünnen Scheiben, rosa angebraten, auf Sesampaste, mit roten Ribiseln und Thymianblüten.

Das Essen begann kurz nach sechs. Die einzelnen Gänge wurden natürlich frisch zubereitet und sorgfältig angerichtet. Dadurch dauerte das gemütliche Zusammensein bis spät in den Abend.


Die Hauptspeise war Mufflonragout, nur eingekocht mit Miso, herrlich sämig, mit Topfenknödeln und Marillenpüree.

Als Dessert gab es Bauerntopfen mit Vorarlberger Waldhonig mit Minzeblüten und danach Bergkäse mit Brombeeren.


Mmmhhhh.

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