Waren das schon die Eisheiligen?

Der Hagelschauer vorletzte Nacht hat in unserem Garten auch seine Spuren hinterlassen.
Tomaten, Pfingstrosen, Sternlauch. Ohne Triebspitzen, ohne Blütenstängel, als ob sie wie an der Schießbude fein säuberlich anvisiert wurden.
Auch der Rittersporn wird vermutlich heuer keinen zweiten Blütentrieb entwickeln.




Die Sterndolde hat es geschafft, sich rechtzeitig zu ducken, immerhin.
Sie wird blühen, ebenso die Iris unter dem Haselnussstrauch.









Alles in Allem hält sich der Schaden in Grenzen. Es sind nur Pflanzen betroffen. Pflanzen haben eine enorme Regenerationsfähigkeit und ob ich in meinem Garten heuer fünfzehn oder zwanzig Tomaten pflücke, ist egal. Auch ob ich heuer Rhabarberkuchen aus Eigenanbau habe oder nicht.

Noch um eins in der Nacht, als der Hagel, der uns geweckt hatte, weil er auf den Blechvordächern nicht zu überhören war, endlich vorbei war, suchte ich im Internet die aktuellen Bilder der ALDIS-Unwetterkarte. Sah, wie sich die Gewitterwolke im Raum München gebildet hatte und auf ihrem Weg nach Osten immer größer wurde und sich kräftiger färbte, und über unserer Stadt und unserem Garten dunkelrot wurde.
Erst am nächsten Morgen erfuhr ich, dass sich das Gewitter auf der Karte auch noch dunkelviolett gefärbt hatte und auf seinem weiteren Weg noch Unmengen von Wasser, Schlamm und Zerstörung hinterlassen hatte.

Wer kann da noch an ein paar Tomatenpflanzen denken?

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