Ein Wochenende für zwei in Wien



Ein neues Hotel im dritten Bezirk mit besonderen Erinnerungen für einen von uns. Tanzschulkränzchen, Arbeitsplatz, Clubbings. Ich sollte diese Location einmal um dreiviertel sechs in der Früh gezeigt bekommen, aber der Türsteher hat uns nicht mehr reingelassen.
Ein halbes Jahr später ist das Gebäude ausgebrannt.

Abendessen beim SlowFood Bäcker. Nicht, dass dieses Lokal wirklich noch eine Empfehlung braucht, aber es war so köstlich wie es nicht besser hätte sein können.
Beim ersten Besuch waren natürlich die Augen größer als der Magen:
Rindfleischtartar und Erbsenguacamole als Vorspeisen.
Baguette mit Rohschinken und Pastramisandwich als Hauptspeisen.
Und dann waren wir zu satt, um uns noch durch die süßen Sachen zu kosten. Wir kommen wieder. Zum Frühstück.

Danach ins Kino.
Übertragung der ersten Folge der neuen Staffel einer britischen Kultserie zeitgleich mit der Ausstrahlung auf BBC.
Eingefleischte 
Fans in passenden Kostümen oder zumindest mit Accessoires.Neulinge wie wir voller Neugier.
Es war ein Riesenspaß!

Anschließend als Absacker noch ein Whiskey. Irisch natürlich. Am liebsten Paddys. War aus - ich nehme auch Jameson. Ohne Eis, nur dann legt er sich wie Hustensirup an den Gaumen. Mmmmh.
Nach Mitternacht mit der U-Bahn zum Hotel. Erstaunlich, wie wenig zu dieser Zeit in dieser Stadt los ist.

Sonntagvormittag, ein leckeres Frühstück im Hotel. 
Nettes Gespräch mit den Tischnachbarn aus München, die am Vortag eine Führung durch den feuchten Wiener Untergrund hatten, und denen wir gerne ein bisschen Hintergundinformation zum Gebäude gaben.
Die Renovierung ist in meinen Augen übrigens nicht geglückt. Könnte in Las Vegas oder China auch stehen. Jemand hat den Resetknopf zu lange gedrückt. 

Museumsbesuche sind sonst auch eher selten auf dem Plan eines Familienwochenendes - da muss das Wetter schon sehr schlecht sein. Berauschend war es auch am Sonntag nicht, diese zwei Ausstellungen in einem Museum wollten wir trotzdem gerne sehen:
Vorgeschichte, Geschichte und was blieb, von zwei internationalen Veranstaltungen, die Wien vor mehr als hundert Jahren bzw. genau fünfzig Jahren ausgerichtet hat.

Kaffeepause in einem Geschäft/Kaffee in Museumsnähe, Kurzbesichtigung eines Forschungsgartens mitten in der Stadt, vorbei am aktuellsten Drehort Hollywoods in Wien und gestärkt mit Eisigem und Aufgebrühtem durchs Zentrum zur Speiseterrasse mit Abendsonne am Donaukanal.

Auch für dieses Szenelokal muss keine Werbung mehr gemacht werden. Eierschwammerl auf der Karte. Einmal auf getoastetem Baguette, einmal im Salat in einer mild-senfigen Marinade mit Kartoffeln und Fisolen. Und mit einer Karaffe Ingwerlimonade am Tisch bin ich sowieso immer glücklich.

Zurück zum Hotel im Dritten. Ja, wir haben das Auto stehen gelassen und sind ALLES zu Fuß gegangen.

War ein schönes Wochenende.
Machen wir wieder.

So, jetzt kann jeder für sich ein bisschen raten, wo wir überall waren:
Auflösung gibts demnächst












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