Nachlese



Es ist ein wunderbarer Ostermontag.

Es ist April, die Wahrscheinlichkeit für einen angenehmen Tag im Garten trotzdem hoch, und die Einladung an Familie und Freunde schon länger ausgesprochen.


Die Vorbereitungen sind fast beendet, Tische aufgebaut, Sessel und Bänke ebenfalls, Buffet hergerichtet, Getränke kaltgestellt. Vögel zwitschern.
Ein Hase hat deutlich sichtbar seine Spuren in der frischen Erde hinterlassen. Ein Loch im Zaun, das im Sommer von Waldrebe und hochstehender Goldrute verdeckt ist, hat ihm den Weg in unseren Garten gezeigt. Er hat sich umgesehen, hat vorsichtig eine Pfote ins Beerenbeet gesetzt, hat umgedreht und hat über die Wiese den Garten wieder verlassen.

Auf der Wiese im oberen Garten sind die Tische gedeckt mit bunten Tischtüchern. Osterschinken, Reindling, Räucherfische, selbstgebackenes Brot, Schoko- und Himbeermuffins, Briochekipferl mit Zuckerstreusel, Wein, Minzsirup, Kaffee in der Thermoskanne, alle haben etwas zum Osterbrunch beigetragen. Buntgefärbte Eier liegen versteckt unter Heckenpflanzen, zwischen den Stauden und im schon hohen Gras. Und irgendwie sind da bald auch Nestchen, Spielsachen und Säckchen mit Süßkram.
Der Osterhase hat niemanden vergessen. 

Es ist einer der ersten wirklich sonnigen Tage und der Himmel fast wolkenlos. Alle Wettervorhersagen, die vielleicht Eintrübung oder mögliche Schauer versprochen haben, wagen nicht einzutreffen, zumindest bei uns.

Die Kleinen spielen, die Großen tratschen, alle genießen die Sonne.

Der Nachmittag dauert lange, und die Letzten verlassen den Garten erst mit Einbruch der Dämmerung.




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